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Sicherheit: KI-Kameras zum Kampf gegen Handys am Steuer
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) will künftig mit KI-Kameras die Nutzung von Handys am Steuer bestrafen.
INHALTSVERZEICHNIS
Sicherheit: Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) setzt sich für den Einsatz von KI-Kameras zur Handy-Überwachung im Straßenverkehr ein. Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag tagt vom 28. bis 30. Januar 2026 in Goslar und diente dem DVR als Bühne für eine Forderung: KI-gestützte Kamerasysteme sollen bundesweit Handyverstöße automatisch erfassen. Dazu sollen flächendeckend Monocams zum Einsatz kommen.
Die KI-Kameras aus den Niederlanden können automatisch erkennen, dass ein Autofahrer ein Mobiltelefon in der Hand hält und erstellen davon dann eine Aufnahme. Die Polizei kann diese dann auf einen möglichen Verstoß hin auswerten. Andere Fotos soll das Gerät nicht speichern.
KI-Kameras zum Kampf gegen Handys am Steuer
Das Bundesland Rheinland-Pfalz ist Vorreiter bei dem Thema und setzt solche Systeme bereits seit 2025 ein. Nach Ansicht des Verkehrsgerichtstags sei dies ein Modell für eine bundesweite Vorgehensweise. Dazu gibt es allerdings bislang keine rechtliche Grundlage, in Rheinland-Pfalz wurde diese durch eine Änderung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes geschaffen.
Der DVR fordert zudem mehr Personal bei Polizei, Bußgeldstellen und Justiz. Bei schweren Unfällen, bei denen eine Handynutzung nicht ausgeschlossen werden kann, sollten mobile Endgeräte grundsätzlich gesichert und ausgewertet werden.
Deutscher Verkehrssicherheitsrat stellt Forderungen
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat will auch die Automobilhersteller in die Pflicht nehmen. Diese sollen intuitivere Bedienkonzepte entwickeln. Im Fokus soll dabei die Bedienbarkeit von sicherheitsrelevanten Funktionen per Sprachsteuerung oder haptischen Elementen wie Tasten, so dass sich Fahrer komplett auf den Straßenverkehr konzentrieren können.
Eine EU-Verordnung schreibt bereits seit Juli 2024 vor, dass neu zugelassene Pkw mit Systemen ausgestattet sein müssen, mit denen die Nutzung von Handys reduziert werden kann. Der DVR fordert eine wissenschaftliche Evaluation dieser Technologien und eine ganzheitliche EU-Regelung, die sicherstellt, dass Warnungen die Fahrer nicht überfordern.
Quellenangabe: Golem
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