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Apple: Altersabfrage für Apps mit Altersfreigabe ab 18 Jahren
Der iPhone-Hersteller setzt ab sofort strengere Regeln zur Altersüberprüfung für Apps mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren ein.
INHALTSVERZEICHNIS
Apple: Der iPhone-Hersteller setzt ab sofort in Australien, Brasilien, Singapur sowie in den US-Bundesstaaten Louisiana und Utah strengere Regeln zur Altersüberprüfung für Apps mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren ein. Nutzer in den genannten Ländern und Bundesstaaten können entsprechende Apps nur noch dann herunterladen, wenn ihr Alter durch ein Bestätigungsverfahren im App Store als „Erwachsen“ anerkannt wurde.
Die neuen Regelungen können als Konsequenz einer weltweiten Entwicklung verstanden werden, bei der immer mehr Länder und US-Bundesstaaten neue Gesetze erlassen, um Betreiber von App Stores dazu zu verpflichten, das Alter ihrer Nutzer zu überprüfen und gegebenenfalls die Zustimmung der Eltern einzuholen.
Altersabfrage für Apps mit Altersfreigabe ab 18 Jahren
In Brasilien zum Beispiel werden Apps mit Lootboxen, also digitalen Schatzkisten, die gegen echtes Geld erworben werden können, fortan automatisch auf 18+ eingestuft, da das südamerikanische Land Inhalte dieser Art für Kinder grundsätzlich verbietet. Entwickler und Publisher erhalten Informationen über die Altersgruppe der Nutzer, sofern diese oder deren Eltern die Freigabe erteilen. In den USA gelten in Louisiana und Utah ähnliche Vorschriften.
Entwickler müssen dort ab Mai beziehungsweise Juli 2026 das Alter der Nutzer überprüfen, um sicherzustellen, dass Kinder keine unangemessenen Apps herunterladen. Apple hat dazu seine „Declared Age Range API“ aktualisiert, um Entwickler bei der Einhaltung dieser Anforderungen zu unterstützen. Bei größeren App-Updates, die neue Funktionen enthalten, müssen Eltern in einigen Fällen darüber hinaus ihre Zustimmung erneut erteilen, selbst wenn sie diese zuvor bereits gegeben haben.
Apple will keine Informationen seiner Nutzer weitergeben
Das Nichteinhalten dieser Vorschriften kann für Entwickler und Apple empfindliche Strafe zur Folge haben. In Louisiana drohen den Entwicklern Bußgelder von bis zu 10.000 US-Dollar pro Verstoß, in Utah sind es 1.000 US-Dollar. In Brasilien, Australien und Singapur sind die Anforderungen auf Plattformebene festgelegt, was bedeutet, dass Apple bei Nichteinhaltung mit Millionenstrafen rechnen muss.
Apple hatte sich gegen plattformweite Regulierung ausgesprochen, da die Altersüberprüfung durch Methoden wie die Vorlage von Ausweisdokumenten dem Unternehmen zufolge Datenschutzbedenken aufwerfe. Der US-Konzern möchte vermeiden, Altersinformationen aller Nutzer an Entwickler weiterzugeben. Die Diskussion um Altersverifikationen bleibt somit kontrovers, da Datenschutz und Jugendschutz miteinander abgewogen werden müssen. Die Maßnahmen sollen den Schutz von Kindern stärken, stellen aber gleichzeitig eine Herausforderung für die Privatsphäre der Nutzer dar.
Quellenangabe: MacRumors
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