Verbraucherzentrale: Online-Kündigungen weiterhin problematisch

Boris Raczynski I Neuigkeiten I 23. Januar 2023 I 10:00 Uhr

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Verbraucherzentrale: Online-Kündigungen sollten eigentlich schnell und locker von der Hand gehen. Ein Test zeigt, dass dem nicht so ist. Seit rund sechs Monaten ist es vorgeschrieben: Anbieter von Streaming-Diensten, Energieversorgung oder Zeitungen, die im Internet kostenpflichtige Laufzeitverträge anbieten, müssen Nutzern auch eine Möglichkeit zur Kündigung im Internet geben. Dazu sollte der Kündigungsbutton einfach auffindbar und natürlich funktionieren.

Das besagt zumindest die Theorie, die Praxis sieht nach wie vor anders aus: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich knapp 3.000 Internetseiten genauer angeschaut und dabei nach dem besagten Kündigungsbutton gesucht und festgestellt, dass bei 72 Prozent der untersuchten Webseiten keine gesetzeskonforme Umsetzung besteht.

Verbraucherzentrale untersucht Online-Kündigungen

„Es ist inakzeptabel, dass noch immer nicht alle Unternehmen den Kündigungsbutton fristgerecht umgesetzt haben. Unternehmen hatten genügend Zeit, sich mit der neuen Rechtslage und deren Auswirkungen auf die Praxis auseinanderzusetzen“, erklärt vzbv-Vorstand Ramona Pop.

Außerdem müssen sich auch die rund 28 Prozent der Internetseiten, die bereits einen Kündigungsbutton verbaut haben, oftmals Kritik gefallen lassen: Die Buttons sind häufig falsch beschriftet oder kundenunfreundlich platziert. Bedenklich: Die Verbraucherzentrale will nach eigenen Aussagen in der Vergangenheit Informationen darüber erhalten, das manch ein Kündigungsbutton gar keine Funktion hat, also auch nach dem Klick kein Vertragende erfolgt und noch weiter Geldbeträge vom betreffenden Konto abgebucht wurden. ✠


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