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Think First: Social-Media bewusst nutzen und gesund bleiben
Der permanente Konsum von sozialen Netzwerken führt zu geistiger und emotionaler Ermüdung. Think First kann das verhindern.
INHALTSVERZEICHNIS
- Think First ist die App gegen Social-Media-Sucht
- „App Sperre gegen Doomscroll“ für Apple iPhones
- Motivationssystem belohnt engagierte Anwender
- HBJ Solutions verfolgt guten Datenschutzansatz
- Think First kostenlos oder als Premium verwenden
- Update 1.8 bringt weitere Möglichkeiten ins Spiel
- Julius Spindler von HBJ Solutions zu Think First
Think First: Der permanente Konsum von sozialen Netzwerken führt zu geistiger und emotionaler Ermüdung. Die Think First-App kann das verhindern. Das Smartphone ist stets griffbereit und wird ständig genutzt, um einige Minuten auf Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube zu verbringen. Darunter leidet nicht nur die zwischenmenschliche Kommunikation, die Social-Media-Fans schaden damit auch massiv ihrer Gesundheit.
Das sogenannte Feed Fatigue wird dabei durch endloses Scrollen in Kombination mit einer ständigen Reizüberflutung verursacht. Mit anderen Worten: irgendwann will das Gehirn einfach nicht mehr. Buffer Overflow Error sozusagen, nichts geht mehr.
Think First ist die App gegen Social-Media-Sucht

Das deutsche Entwicklerstudio HBJ Solutions will sich dem Problem annehmen, dabei allerdings die Social-Media-Nutzung nicht grundlegend verteufeln. Es geht vielmehr darum, unter dem Motto „App Sperre gegen Doomscroll“ eine kontrollierte Verwendung der Dienste zu ermöglichen.
Dazu erscheint bei dem Öffnen einer festgelegten App ein Countdown mitsamt einer selbst formulierten Frage. Das schlechte Gewissen quasi, das fragt, ob es denn auch wirklich Sinn macht, schon wieder dem realen Leben entkommen zu wollen. Sollte dem so ein, können Instagram, TikTok & Co. geöffnet werden. Think First setzt zur Umsetzung auf die Bildschirmzeit- und Family-Controls-Funktionen von Apple iOS 17 oder neuer.
„App Sperre gegen Doomscroll“ für Apple iPhones

Die Verwendung der App ist erfreulich einfach gestaltet: Mit „Jetzt starten“ können die gewünschten Apps ausgewählt und dann der Schutzschild aktiviert werden. Mehr ist nicht zu tun. Nutzer, die mehr wollen, können zusätzlich einen Timer-Modus inklusive Countdown, Reflexionsfrage und selbst formulierten motivierenden Satz eingeben.
Weitere Funktionen von Think First sind Fokus-Sitzungen und Zeitpläne, Tageslimits pro App oder App-Gruppe sowie einen „Hard Mode“, bei dem aktive Sperren nicht so einfach wieder abgeschaltet werden können. Für Notfälle, sollte es solche im Bereich von Social-Media denn überhaupt geben, gibt es eine integrierte Hintertür: Ein langes Drücken auf das App-Icon gefolgt von einer dreimaligen Bestätigung, hebt alle Sperren für 15 Minuten auf.
Motivationssystem belohnt engagierte Anwender

Die kreativen Köpfe von HBJ Solutions haben außerdem ein Motivationssystem verbaut. Nutzer werden belohnt, wenn sie bestimmte Apps nicht öffnen. Das wird bei vielen leichter gesagt als getan sein, und doch, all diejenigen, die Social-Media-Detox ernsthaft betreiben wollen, werden es danken. Think First vergibt für widerstandene Impulse Erfahrungspunkte (XP) und Level sowie Streaks und zwölf Abzeichen.
Ein 7-Tage-Report zeigt, wie oft Nutzer dem Griff zu Smartphone und Social-Media widerstanden haben. Damit nicht genug, ein Plus an Motivation wird ermöglicht, indem Freunde oder Familie hinzugefügt und die oben genannten Werte verglichen werden können. Die kostenpflichtige Premium-Version erweitert den Funktionsumfang um unbegrenzte Zeitpläne, vollständige Statistiken, ein Homescreen-Widget und zusätzliche Design-Optionen.
HBJ Solutions verfolgt guten Datenschutzansatz

HBJ Solutions ist ein deutsches Unternehmen und wird dem auch beim Datenschutz gerecht. Für die kostenfreie Nutzung der App sind weder eine Registrierung noch eine E-Mail-Adresse notwendig und Daten wie Statistiken, Zeitpläne, Limits und Fortschritt werden lokal auf dem Mobilgerät abgelegt. Die Softwareentwickler betonen außerdem, dass weder Tracking noch Werbung vorhanden sind.
Auch gut: Nutzer, die bestimmte Apps festlegen,, können sich sicher sein, dass Think First davon nichts mitbekommt: Die Sperre erfolgt technisch unter Verwendung von Apples Systemdialog. Einzig die Freunde-Funktion, deren Nutzung optional ist, erfordert einen Server. Übertragen werden dabei allerdings ausschließlich Benutzername und Tageswerte.
Think First kostenlos oder als Premium verwenden

Das Preismodell von Think First ist fair: Die App kann kostenlos und ohne Werbung genutzt werden. Die Gratisversion beinhaltet die beiden Schutzmodi, Fokussitzungen inklusive zweier Zeitpläne, Tageslimits mitsamt Hard Mode, Erfahrungspunkte, Level, Streaks und Abzeichen sowie bis zu fünf Freunde. Das ist schon eine ganze Menge, für Social-Media-Abhängige aber eventuell noch nicht genug.
Da kommt die Premium-Version ins Spiel, die als Abonnement 2,99 Euro pro Monat kostet. Premium-Nutzer erhalten als Gegenwert individuelle Countdown-Zeiten und Fragen, alle elf Themes und zehn App-Icons, vollständige Statistiken, ein Homescreen-Widget, einen Wartescreen-Baukasten, unbegrenzte Zeitpläne und mehr als fünf Freunde.
Update 1.8 bringt weitere Möglichkeiten ins Spiel

HBJ Solutions entwickelt die Lösung permanent weiter und berücksichtigt dabei auch Rückmeldungen der Nutzer. Die neue Version 1.8 kommt mit Tageslimits, SOS-Entsperrung und einem neuen Ansatz: Anwender können per Text eingeben, warum sie denn gerade unbedingt einen Social-Media-Dienst wie Instagram und TikTok brauchen. Apple Intelligence überprüft dann direkt auf dem iPhone, ob wirklich eine entsprechende Antwort eingegeben wurde.
Der eingegebene Text soll dabei das Mobilgerät nicht verlassen. Die innovative Funktion setzt allerdings mindestens ein iPhone 15 Pro und iOS 26 oder neuer voraus. Weitere Informationen zu dem jüngsten Update und zu Think First im Allgemeinen können direkt auf der offiziellen Internetseite nachgelesen werden.
Als Fazit hat HBJ Solutions mit Think First eine Lösung geschaffen, bei der der Name Programm ist: Erst kritisch hinterfragen, dann Social-Media öffnen. Nutzer werden dazu angehalten, ihre Zeit nicht zu vergeuden und den Kopf nicht ständig mit Informationen zu überlasten. Das Ergebnis dürfte in den meisten Fällen ein klares Plus an Lebensqualität sein.
Julius Spindler von HBJ Solutions zu Think First
Social-Media-Detox ist ein Thema, das in der modernen, durch Reizüberflutung geprägten Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt. AppGamers hat daher bei HBJ Solutions nach der Geschichte von Think First gefragt und die folgende Antwort erhalten:
„Wir haben gemeinsam HBJ Solutions gegründet und schnell gemerkt, dass wir selbst zu viel Zeit mit Doomscrolling verbringen. Ich (Julius) habe daraufhin privat eine erste Version von Think First entwickelt und Hugo und Ben Zugriff darauf gegeben.
Mit der Zeit haben wir die App verbessert und neue Funktionen hinzugefügt. Da uns klar wurde, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, ihre Social-Media-Zeit sinnvoll zu kontrollieren, haben wir uns entschieden, die App öffentlich anzubieten. Seitdem entwickeln wir das Projekt kontinuierlich weiter.
Die Zukunft
Wir wollen das Projekt weiterführen und skalieren. Ein großer Fokus liegt darauf, das bisher notwendige Kurzbefehle-Setup deutlich zu vereinfachen und die User Experience zu verbessern. Unser Ziel ist es, dass Think First möglichst unkompliziert funktioniert und dabei hilft, bewusster mit der eigenen Bildschirmzeit umzugehen.“
Quellenangabe: AppGamers
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