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PlayStation: Ende der Disc-Produktion erhitzt die Gemüter
Publisher von Collector’s Editions wie iam8bit und Red Art Games bangen nach Sonys Entscheidung um ihre Zukunft.
INHALTSVERZEICHNIS
PlayStation: Publisher von Collector’s Editions wie iam8bit, Red Art Games und weitere Nischen-Hersteller bangen nach Sonys Entscheidung um ihre Zukunft. Der japanische Hersteller hatte vor Tagen angekündigt, die Disc-Produktion für physische Spiele einzustellen. Doch was wird dann aus den Herstellern von hochwertigen Collector’s Editions für leidenschaftliche Fans?
Die sehen tiefschwarz, ist Sony doch das einzige Unternehmen, das eben solche Discs produzieren kann. Für Spieler bedeutet dies, dass sie ab Januar 2028 keine physischen Spiele mehr kaufen können. „Code in a Box“-Versionen wird es eventuell geben, nur halt ohne Datenträger.
PlayStation stellt Produktion von physischen Spiele ein
iam8bit ist einer der bekanntesten Hersteller exklusiver Spiele-Editionen. Das Angebot umfasst Vinyl-Releases, limitierte physische Auflagen von reinen Digitalspielen und opulente Merch-Bundles.
Als Reaktion auf die Entscheidung von Sony postete die Firma Folgendes auf seinen Social-Media-Kanälen: „Wir sind zutiefst enttäuscht über Sonys Entscheidung, die Produktion physischer Spiele im Jahr 2028 einzustellen. Physische Spiele sind unerlässlich für den Erhalt von Videospielen, das Eigentumsrecht und die Wahlfreiheit der Verbraucher. Diese Werte leiten iam8bit seit unserem ersten physischen Release im Jahr 2016. Unser Engagement dafür bleibt unverändert. Lang leben physische Medien.“
Hersteller exklusiver Spiele-Editionen reagieren frustriert
Mit der Enttäuschung steht iam8bit nicht allein auf weiter Flur. Die Kollegen von Lost in Cult schrieben: „Als Unternehmen, das sich den Erhalt von Videospielen auf die Fahnen geschrieben hat, sind wir zutiefst traurig über die jüngsten Nachrichten von PlayStation. Sie wollen die Produktion physischer Discs ab 2028 beenden.
Wir möchten alles in unserer Macht Stehende tun, um Videospiele bestmöglich zu bewahren, und werden das so lange wie möglich fortsetzen.“ Ob das helfen wird, bleibt abzuwarten. Der Druck von PlayStation-Discs ist durch strenge proprietäre Lizenzen und Kopierschutzmechanismen reglementiert. Sony kontrolliert die zertifizierten Presswerke weltweit, weshalb Drittanbieter vollständig von Sonys Infrastruktur abhängig sind.
Anbieter wollen „physischen Geist am Leben erhalten“
Red Art Games als Publisher zahlreicher Nischen- und Retro-Spiele in Form von hochwertigen physische Editionen für PlayStation 4 und 5 schaltete sich ebenfalls ein und versprach, „den physischen Geist am Leben zu erhalten“. In der Stellungnahme der Firma heißt es: „Im Jahr 2018 wurde Red Art Games von Sammlern gegründet. Für uns sind physische Spiele ein unverzichtbarer Teil des gesamten Gaming-Erlebnisses.
Physische Spielekopien sind für uns nicht einfach nur Produkte, sie sind das Gaming selbst. Sonys Ankündigung zum Ausstieg aus den physischen Medien im Jahr 2028 hat uns schwer getroffen. Für uns bei Red Art Games ist das nicht nur eine rein wirtschaftliche Entscheidung. Es ist ein Schock, der uns ins Mark trifft. Unsere Liebe zur PlayStation-Disc ist untrennbar mit unserer Identität verbunden.“
Zukunft der kleinen Branche mehr als ungewiss
Und weiter: „Für uns ist physisches Gaming mehr als nur ein Format. Es geht um echten Besitz, Konservierung und Leidenschaft. Wir halten voll und ganz an unserer Mission fest: Wir wollen euch erstklassige physische Editionen eurer Lieblingsspiele liefern. Auch wenn sich die Branche weiterentwickelt, bleibt unsere Hingabe für eure Regale ungebrochen. Wir planen bereits unser künftiges Line-up und sind entschlossener denn je, den physischen Geist am Leben zu erhalten. Wir setzen alles daran, physische Spiele so lange wie möglich auf PlayStation-Konsolen zu bringen.“
Die genannten Unternehmen sprechen sich somit ausdrücklich gegen die Entscheidung von Sony aus. Ob die Branche eine Zukunft haben wird, ist ungewiss. Es stellt sich halt die Frage, wie Sammler-Editionen aussehen sollen, wenn sie kein echtes Spiel mehr enthalten.
Quellenangabe: EuroGamer
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