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Commodore Callback 8020: Kluges Dumbphone mit WhatsApp
Die neu belebte Marke rund um die kultigen Homecomputer aus den 1980er Jahren will mit einem Retro-Handy neue Wege einschlagen.
INHALTSVERZEICHNIS
Commodore Callback 8020: Die neu belebte Marke rund um die kultigen Homecomputer aus den 1980er Jahren will mit einem Retro-Handy neue Wege einschlagen. Das überraschend angekündigte Callback 8020 versteht sich als Möglichkeit, der allgegenwärtigen Smartphone-Abhängigkeit entgegenzutreten. Das Mobiltelefon verzichtet dazu auf bewusst auf Webbrowser, E-Mail und soziale Netzwerke, unterstützt aber essentielle Apps wie WhatsApp, Spotify und Uber.
Die Markteinführung ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Commodore-Chef Peri Fractic beschreibt das Callback 8020 im Gespräch mit Heise als „nicht dummes Dumbphone“ für Menschen, die weniger Zeit mit Scrollen und mehr Zeit in der realen Welt verbringen möchten.
Commodore Callback 8020 als Dumbphone mit WhatsApp angekündigt
Fractic sieht das Callback 8020 als Zweitgerät, mit dem Nutzer zwar erreichbar bleiben, ohne dabei aber den vielen Verlockungen eines Smartphones wie Messenger, Spiele und Apps ausgesetzt zu sein. Seine kleine Tochter und das Überdenken seines eigenen Nuzterverhaltens habe den Ausschlag für die Entwicklung gegeben: „Ich war süchtig nach meinem Smartphone“, so Prei Fractic.
Das Commodore Callback 8020 setzt als Betriebssystem Sailfish OS von Jolla ein. Das entsprechende Unternehmen dahinter wurde von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründet und entwickelt das Linux-basierte Betriebssystem seit mehr als einem Jahrzehnt weiter. Sailfish OS ermöglicht die Installation und Ausführung von Android-Apps und verzichtet dabei auf offizielle Google-Dienste.
Klassische Handy-Tastatur samt T9-Eingabe plus Spracherkennung
Das Callback 8020 soll mit mehr als 99 Prozent aller Android-Apps kompatibel sein. Commodore nennt unter anderem WhatsApp, Maps, Uber und Spotify und will damit Retro-Feeling, Dumbphone und Nutzwert unter einen Hut bringen. Browser und soziale Netzwerke werden nach Angaben des Unternehmens jedoch auf Systemebene blockiert. Der Hersteller spricht dabei sogar von einer patentangemeldeten Technik.
Das Handy wird überwiegend über die klassische Handy-Tastatur samt T9-Eingabe bedient. Alternativ stehen Spracherkennung und Touch zur Verfügung, wobei letztgenannte allerdings standardmäßig deaktiviert ist. Apps, die auf Touch angewiesen sind, sollen sie aber aktivieren können. Commodore verspricht außerdem. einen konsequenten Datenschutzansatz. Weder der Hersteller selbst noch Sailfish OS sollen Nutzerdaten ohne Zustimmung sammeln oder für Werbezwecke auswerten können.
Commodore Callback 8020 Retro-Handy startet bei 499,99 US-Dollar
Das LED-Benachrichtigungssystem auf der Außenseite des Klapphandys ist ein Alleinstellungsmerkmal. Eine einfache Lichtanzeige aus fünf LEDs in den Commodore-Farben informiert über neue Ereignisse. Das Display auf der Außenseite zeigt lediglich Uhrzeit, Datum, Akkustand und Netzempfang an. 5G-Empfang unterstützt das Callback 8020 nicht. Optisch orientiert sich das Commodore-Handy an Mobiltelefonen der frühen 2000er Jahre, die Farben der beige-braunen Variante dürften Retro-Fans das Herz erwärmen.
Das Gerät verfügt über einen austauschbaren Akku, wechselbare Gehäuseschalen und einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Außerdem integriert Commodore einen FM-Radioempfänger sowie einen Hi-Res-Audio-DAC für Musikwiedergabe. Als weitere Highlights sollen einige C64-Games installiert sein, dazu kommt der Handy-Klassiker Snake und ein SID-Musikplayer für Chiptunes.
Das Callback 8020 soll in fünf Varianten erscheinen. Die Modelle BASIC Beige, ProtoPET White und SX Silver kosten jeweils 499,99 US-Dollar. Für die transparente Starlight Edition verlangt Commodore 549,99 US-Dollar. Die Founders Edition mit vergoldeter „C=“-Taste und goldfarbenem Gehäuse soll für 640 US-Dollar angeboten werden. Vorbestellungen sollen in Kürze starten, Interessenten können sich dafür bei Commodore registrieren. Die Auslieferung ist laut Hersteller für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
Quellenangabe: Heise
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