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Digital Detox: Top-Tipps für ein Plus an Ruhe und Gesundheit
Moderne Menschen können iPhone und Co kaum noch aus der Hand legen und gefährden damit auf lange Sicht ihre Gesundheit.
INHALTSVERZEICHNIS
Digital Detox: Moderne Menschen können iPhone und Co kaum noch aus der Hand legen und gefährden damit auf lange Sicht ihre Gesundheit. Es geht aber auch anders, wie der stetig wachsende Hype um Digital Detox zeigt: Weniger Handy, kaum Internet und ein dickes Plus an Lebensqualität. Wie das mit der digitalen Entgiftung funktioniert, erklärt der vorliegende Beitrag.
Die Deutschen waren laut dem Datenportal Statista im Jahr 2024 rund fünfeinhalb Stunden pro Tag online. Das ist viel, und obgleich die Vorteile von Smartphone, Tablet und Laptop unbestritten vorhanden sind, viel zu viel des Guten. Der schnelle Griff zum Handy gehört für die meisten Menschen zur festen Gewohnheit und ist so selbstverständlich geworden, dass er nicht mehr wahrgenommen wird. Die „Always on“-Mentalität kommt allerdings mit einem hohen Preis: Stress in Kombination mit einem massiven Abbau der Konzentration.
Die Top-Tipps für ein Plus an Ruhe und Gesundheit
Digital Detox, also eine Auszeit von Smartphone und Internet, wird daher zunehmend zum Trend. Vier von zehn Deutschen haben laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom schon einmal oder mehrmals digital gefastet. 36 Prozent der Befragten wollten im Jahr 2025 eine digitale Auszeit nehmen und auf die Nutzung einzelner oder aller digitaler Medien, Anwendungen oder Geräte verzichten. Zwölf Prozent wollten mehrere Tage, weitere zwölf Prozent sogar mehr als eine Woche digital fasten.
Gute Vorsätze, und doch braucht es manchmal Unterstützung: Hotel werben bereits mit speziellen Digital Detox-Programmen und Gesundheits-App bieten wertvolle Tipps an, mit denen Nutzer ihren Medienkonsum in einem gesunden Rahmen halten können. „Eine digitale Entgiftung kann ein guter Einstieg sein, um den eigenen Medienkonsum zu reflektieren und sinnhaft zu verändern,“ berichtet das Internetportal Klicksafe. Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz hat sich unter anderem der Förderung des digitalen Wohlbefindens verschrieben.
Digital Detox als Entscheidung für mehr Lebensqualität
Digital Detox Tipps helfen dabei nicht nur, einen ungesunden Stresslevel in die Schranken zu weisen, sondern können auch dazu dienen, alte Hobbys neu zu erleben oder wertvolle Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen. Der wesentliche und gesundheitsgefährdende Nachteil des digitalen Dauerbeschusses in Form von Bildern, Videos und Texten besteht darin, dass das Gehirn keine echten Ruhephasen mehr erhält. Dadurch lässt bei vielen Menschen die Konzentrationsfähigkeit nach, so dass es immer schwieriger wird, die nötige Aufmerksamkeit für bestimmte Aufgaben zu erreichen.
Besonders wenn Menschen mehrere Medien zeitgleich nutzen, zum Beispiel mit dem Smartphone shoppen und dabei vor dem Fernseher sitzen, kann es zu einem Verlust der sogenannten Arbeits- und Genusstiefe kommen. Doch gerade diese Tiefe „ist essentiell, um eine Arbeit richtig gut zu machen, aber auch um kreativ und entspannt zu sein. Fehlt diese Tiefe und werden Reize nur noch oberflächlich verarbeitet, sinken Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit dauerhaft,“ erläutert die Techniker Krankenkasse.
Wichtige Hilfestellungen für ein erfolgreiches Digital Detox
Menschen, die ersten Schritte in Sachen Digital Detox unternehmen wollen, sollten sich über das eigene Medienverhalten bewusst werden, um derart selbstbestimmt mit der täglichen Informationsflut und den Vor- und Nachteilen der digitalisierten Welt umzugehen. Dazu können die unten stehenden Tipps helfen.
1. Sozialen Druck erkennen und reduzieren
Die Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken suggeriert, immer sofort antworten zu müssen, wenn eine Nachricht kommt – auch wenn es gerade gar nicht passt. Hier kann es helfen, die jeweilige App so einzustellen, dass für andere nicht mehr zu sehen ist, ob man eine Nachricht schon gelesen hat oder wann man zuletzt online war.
2. Eigene Bildschirmzeit im Blick behalten
Um herauszufinden, wie viel Zeit man eigentlich am Smartphone verbringt, ist es hilfreich zu checken, wie lange man verschiedene Anwendungen nutzt. Das vom Bundesministerium des Innern und für Heimat geförderte Portal Digitalführerschein (DiFü), sich dafür die Statistiken zur Bildschirmzeit anzusehen, die sich unter „Einstellungen“ im Smartphone finden. So kann man einen Überblick bekommen und gegebenenfalls Zeitlimits für bestimmte Apps, beispielsweise Spiele, festlegen.
3. Technische Einstellungen nutzen
Um nicht ständig verführt zu werden, aufs Smartphone zu schauen, ist es sinnvoll, Push-Meldungen zu deaktivieren. Manche Apps kann man vorübergehend auch ganz sperren, wenn man eine tiefe Konzentrationsphase ohne Ablenkung braucht. Auch bei sozialen Kontakten kann es helfen, wenn nur Nachrichten von wichtigen Personen mit einem akustischen oder einem Vibrations-Signal angekündigt werden. Alle anderen werden stumm geschaltet, sodass man selbst entscheidet, wann Zeit ist, darauf zu reagieren.
4. Bewusst digitale Freiräume schaffen
Die Verführung durchs Smartphone ist groß. Vielen hilft es, bewusst smartphonefreie Phasen einzuplanen, wie zum Beispiel während der Familienzeit oder beim Treffen mit Freunden. Auch konkrete Zeiten, wie eine Stunde am Vormittag oder einen Nachmittag am Wochenende kann man wählen, um medienfreie Zeit zu erhalten. Smartphonefreie Räume können helfen, den Konsum bewusst zu reduzieren. So kann das Schlafzimmer und der gemeinsame Esstisch zur handyfreien Zone erklärt werden. In diesen Zeiten ist es sinnvoll, das Smartphone außerhalb des Sichtfeldes aufzubewahren, um es sich selbst leichter zu machen.
Quellenangabe: NDR
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