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d-you: Personalausweis-App für Smartphones kommt
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat die neue Bundes-App mitsamt Name und Design in Berlin offiziell vorgestellt.
INHALTSVERZEICHNIS
d-you: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat die neue Bundes-App mitsamt Name und Design in Berlin offiziell vorgestellt. Das Design der App für Smartphones kommt in den Farben Grün und Blau und zeigt zudem einen schwarz-rot-goldenen Streifen an der Seite. Wildberger erklärte, dass sich der Name aus „d“ für „digital“ und für „Deutschland“ und „you“ für den Nutzer zusammensetze.
Ein großartiger Name also, der es genau auf den Punkt bringt: Nutzer können der Wallet-App deutsche Ausweise, Führerscheine und Zeugnisse speichern. Die d-you-App kann als deutsche Umsetzung der sogenannten EUDI-Wallet verstanden werden, nach der jedes Mitgliedsland eine mobile App für digitale Ausweise auf dem Smartphone bereitstellen muss. d-you soll am 2. Januar 2027 starten.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger stellt d-you vor
Die Smartphone-App soll ein Personalausweis-Duplikat aufnehmen, schrittweise sollen dann andere Identitätsnachweise wie der Führerschein folgen. Die Originale brauchen dann nicht mehr mitgeführt werden. Nutzer sollen sich mit der App einfacher und schneller online ausweisen können. Typische Anwendungsfälle können die Verifizierung des Alters bei Käufen oder die Eröffnung eines Bankkontos sein.
Die Wallet ist freiwillig. „Es geht nicht um Kontrolle, es geht um sicheres Leben in der digitalen Welt“, sagte Wildberger. Vom Ministerium hieß es: „Direkt am 2. Januar 2027 stehen verschiedene Anwendungen bereit, die es ermöglichen, das Alter nachzuweisen, rechtssicher Verträge abzuschließen oder ein Bankkonto zu eröffnen.“
Zum Start akzeptieren rund 40 Partner die Wallet-App
Die App wird demnach zum Start bei rund 40 Anbietern genutzt werden können, unter anderem bei der Post, einigen Banken, Strom- und Telefonanbietern, Kommunen, Hochschulen und Bundesländern. Frank S. Jorga, Co-CEO der Finanztechnologiefirma WebID, begrüßt die Einführung der EUDI-Wallet grundsätzlich.
Er sieht sie als Weiterentwicklung der bisherigen Onlinefunktion des Ausweises (eID), die wenig genutzt wurde. „Sie kann mehr Menschen dazu bringen, sich digital auszuweisen, und für Unternehmen den Aufwand verringern“, erklärte Jorga gegenüber dem Handelsblatt.
„Die Wallet ist ein Ausweismittel, kein Selbstzweck.“
Laut Jorga würden künftig auch andere Identitätsverfahren gebraucht. WebID bietet unter anderem die Identifizierung in einem Video und automatisierte Verfahren an. Zusätzlich bindet WebID mit seinem EUDI-Wallet-Connector Unternehmen über eine Schnittstelle an die europäischen EUDI-Wallets an. „Die Wallet ist ein Ausweismittel, kein Selbstzweck.“ Man weise sich aus, um etwas zu erledigen – und viele dieser Vorgänge seien in Deutschland noch nicht digital. „Genau daran hat die eID-Funktion jahrelang gelitten: Die Technik war da, die Anwendungsfälle fehlten“, sagte Jorga.
Wer die eID-Funktion bereits nutze, müsse seine digitale Identität zunächst in die Wallet laden und dafür einen eigenen Einrichtungsprozess durchlaufen, erklärt Jorga. Alle anderen Bürgerinnen und Bürger bräuchten erst einen konkreten Anlass für die Nutzung der d-you-App. „Eine breite Nutzung erwarte ich nicht vom ersten Tag an“, sagt der Unternehmer daher.
Quellenangabe: Handelsblatt
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